Parvan Stefanov
(01.01.1931 - 31.12.2012)


Dichter, Übersetzer, Dramatiker, Journalist.

Geboren am 01.01.1931 in Tscheparlenzi, bei Kalotino (Bulgarien).
Den Namen Parvan (Erstling) bekam er, weil er der erstgeborene Sohn in der Familie war, sowie nach seinem Geburtsdatum und Jahr.

Er studierte slawische Philologie an der Sofioter Universität „St. Kliment Ohridski“ und schloss sein Studium 1952 mit dem Diplom ab.

Gedichte veröffentlicht er seit 1948. Mehr als 20 Gedichtbände sind von ihm erschienen. Folgende Titel sind programmatisch für seine künstlerisch-philosophischen Intentionen:

  • „Reise zum Lächeln“ 1964
  • „Entgegenkommende Zeit“ 1966
  • „Altweibersommer“ 1968
  • „Armatur für Trommeln“ 1973
  • „Kleine Heimsuchungen“ 1978
  • „Diagnose“ 1982

Seine Anthologiebände haben den Titel „Gedichte“, einige davon wurden durch Nationalpreise ausgezeichnet.

Zusammen mit Nadejda Dragova verfasste er in der Zeit des sog. „lyrischen Dramas“ in Bulgarien in den 60er und 70er Jahren Theaterstücke zu historischen Themen, Satiren und Filmdrehbücher. Einige der Theaterstücke wurden übersetzt und im Ausland aufgeführt.
Als Journalist arbeitete er in der Zeitung „Narodnamladesh“ (Volksjugend) und an der Zeitschrift „Mladesh“ (Jugend), außerdem war er Dramaturg im Filmbetrieb und mehreren Theatern in Bulgarien, darunter auch in Sofia.

Er übersetzt Lyrik aus dem Russischen, Deutschen, Serbokroatischen und Polnischen (darunter einen Gedichtband von Karol Wojtyla, dem zukünftigen Papst Johannes Paul II). Die meisten seiner Übersetzungen sind als eigenständige Autorenbände erschienen (Klassiker wie auch zeitgenössische Autoren).




Internationale Preise:

1955 – Silbermedaille für Dichtung beim Internationalen Jugendfestival in Warschau (Polen), im Literaturwettbewerb unter der Jury Nazim Hikmets.

1997 – Ehrendiplom für „Verdienste in der Würdigung der polnischen Kultur im Ausland“, verliehen in Warschau durch die Polnische Vertretung der SEC - Société Européenne de Culture.